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Bitte auf Empfang schalten oder wie Du die Fruchtbarkeitsgöttin in Dir weckst

Von lockenden Eizellen, von der Stärke der Weichheit und dem Urzustand der Fruchtbarkeit und einer männlich geprägten Welt, die das weibliche, empfangende Prinzip gerne mit Schwäche assoziiert.



Ein Kind empfangen, Empfängnis, …

schon diese Formulierungen haben eine etwas angestaubte, patriarchalische, schon fast religiöse Note. Die Frau als passives Wesen, das empfangen darf. Heute will ich Dir aber die süße, aber auch kraft- und machtvolle Seite des Empfangens näher bringen.

Ein kleiner geschichtlicher Exkurs dazu: Im Jahr 1827 hat der Embryologe Karl Ernst von Baer die weibliche Eizelle entdeckt. Bis dahin nahm man an, dass die unter dem Mikroskop entdeckten männlichen Spermien seien der „Same“, der einzig und allein den Embryo enthält. Die Frau stellt nur die „fruchtbare Erde“ dar und empfängt diesen Samen, ohne dass sie ihre Erbanlagen weitergibt. So entstand auch die irreführende Bezeichnung Samenzellen für die Spermien.

Die Grand Dame - die Eizelle

Heute wissen wir, dass unsere kleine, große Eizelle während ihrer Reifung und im Verlauf einer Schwangerschaft Höchstleistungen vollbringt. Sie bringt nicht nur die Hälfte des Erbgutes mit sich, sondern ist eine fantastische, kraftvolle mit Mitochondrien gefüllte Riesenfabrik. Sie ist mit einem Durchmesser von 0,11 bis 0,14 mm sogar gerade noch mit freiem Auge zu erkennen.

Im Ayurveda gehört sie zu den Rasa Dhatu, zum Plasma Gewebe, das wie eine Ursuppe alle Möglichkeiten in sich trägt und alles Lebensnotwendige in sich birgt. Shukra Dhatu hingegen ist das Spermium, das eine subtilere Form der Lebenskraft darstellt, physiologisch winzig und wesentlich einfacher gestrickt. Ein bewegliches, aktives Energiebündel, das mit dem Erbgut im Gepäck nur ein Ziel hat, eine Richtung, eine Aufgabe, nämlich rauf zur Eizelle!

Sie hingegen sonnt sich noch ein wenig im Eierstock, bevor sie sich auf ihre Reise macht und elegant in den Eileiter gleitet und sich hier Stück für Stück des Weges weitertragen lässt. Während das Spermium auf seinem Weg nach oben ein Abenteuer nach dem anderen bestehen muss und nur die härtesten unter Sonne letztendlich auch nur in die Nähe der Grand Dame kommen werden.

Die Eizelle lockt mit weicher, verführerischer Stimme und verströmt einen betörenden Duft: Hey Baby, ich bin hier, ich hab alles was wir brauchen…. Ich bin wohlig weich und füllig, ich bin gut genährt und fruchtbar, ich bin bereit.

Und wenn dieses Eizellen-Geflüster Dein ganzes Wesen erfüllt und Du diesen zutiefst weiblichen, empfänglichen Seinszustand verkörpern beginnst, dann wird Dein gesamter Körper, Dein Hormonsystem, Dein Nervensystem, Deine Libido, einfach alles, Deinen natürlichen Zustand von Fruchtbarkeit herstellen wollen.

Das Erinnern an Deine Fruchtbarkeit

Wenn Klientinnen in meine Praxis kommen und mir erzählen, wie sich gerade Leben gestaltet, was nicht schon alles auf ihrem Fruchtbarkeitsplan steht und was sie alles bereit wären zu tun, um endlich schwanger zu werden, dann muss ich selber oft mal tief durchatmen. Die Welle an Stress, die da schwingt, ist oft atemberaubend.


Und sofern ich meine Klientinnen davon überzeugen kann, dass es für Fruchtbarkeit mehr als eine gesunde Ernährung und die richtigen Nahrungsergänzungsmittel braucht, tauchen wir gemeinsam in folgende Fragestellungen ein, die auch für Dich interessant sein könnten.

  • Beobachte Dich mal im Arbeits-Alltag. Bist Du in einem von Männer dominierten Bereich tätig? Oder arbeitest Du innerhalb stark männlicher Strukturen, die Deinen ständigen und großen Einsatz fordern, um als Frau dort nicht unterzugehen? Bist Du in der Partnerschaft ein starker, bestimmender Teil? Und versteh mich an der Stelle nicht falsch, all das hat seine absolut guten Seiten und es geht nicht darum Deine Selbstbestimmung oder Dein Durchsetzungsvermögen aufzugeben - ganz im Gegenteil. Es geht darum zu erkennen, wie sehr Dein Leben durch männliche Strukturen und den männlichen Anteil, den wir alle - Männer wie Frauen - in uns tragen, bestimmt wird.

  • Wie bist Du zu Dir selber? Weich, mitfühlend, offen und liebevoll? Oder sind Deine Ansprüche an Dich selber kaum zu erfüllen? Bist Du ehrgeizig und sind Selbstvorwürfe kein Fremdwort für Dich? Ich kenne viele Frauen, die liebende, verständnisvolle Partnerinnen, mitfühlende und unterstützende Freundinnen und warmherzige Mütter sind, aber wenn es um sie selber geht…. Pffff…. Da weht ein beinharter Wind, da gibt es kein nettes Wort über sich selber. Liebes, sei Deine allerallerbeste Freundin, sprich mit Dir selber, wie Du mit ihr sprechen würdest!

  • Wie schaut es mit Deinem Stresslevel aus? Bist Du den ganzen Tag am Rotieren? Kannst Du abends gut entspannen? Schläfst Du gut? Schläfst Du schnell ein und schläfst durch?

  • Lebst Du zyklisch, im Takt mit Deiner Natur oder versuchst Du den männlich, geradlinigen Weg mitzuhalten und schiebst Deine zyklischen Bedürfnisse beiseite? Unser Zyklus reagiert sehr sensibel darauf, wenn wir ihn ignorieren. Wenn Frauen beginnen, den Zyklus zu beobachten, bewirkt alleine das oft bereits, dass sich der Zyklus wieder zu normalisieren beginnt, runder wird, schmerzfreier wird etc.. Und damit meine ich nicht, nur auf den Kalender zu schauen, wann denn ungefähr die nächste Periode ansteht, sondern damit meine ich ALLE Phasen des Zyklus wahrzunehmen, vielleicht mitzuschreiben, wie Du Dich fühlst, was gerade besonders ist. Bist Du stark, bist Du traurig, bist Du motiviert, bist Du lustvoll,...? Darin liegt eine ganz eigene Weisheit, die Dich mit dem Urweiblichen verbindet.

  • Wie gestaltet sich Euer Liebesleben seit der Kinderwunsch vorhanden ist? Gibt es Sex nur noch nach Kalender? Oder in bestimmten Stellungen, weil sie angeblich die Empfängniswahrscheinlichkeit erhöhen? Schaust Du schon hektisch auf die Uhr, wann endlich der Liebste heimkommt, da der LH-Test doch einen fetten 2. Strich oder Dein Zykluscomputer einen Smiley anzeigt? 

Du merkst sich schon worauf ich hinaus will. Jede Frau hat aber auch ihre eigene Definition, ihr eigenes Bild was diese empfangende fruchtbare weiche Eizelle ausmacht. Es lohnt sich hinzusehen, wo wir im Leben das männlich getakteten Go-go-go!-Muster mitmachen und wir vergessen unsere Weiblichkeit zu schätzen, ehren und zu zelebrieren. Doch genau das braucht es, um empfänglich zu sein. Nicht nach einem altem patriarchalischem Bilde, sondern als Signal für Deinen Körper und Deinen Geist, sich an seinen fruchtbaren Zustand zu erinnern.


Auch als Zeichen, dass der Teil Deines autonomen Nervensystems anspringen darf, der für die Reproduktion zuständig ist, nämlich der Parasympathikus. Dein Körper muss es für eine gute Idee halten, gerade jetzt schwanger zu werden. Und spür mal hin, wie Du die oben genannten Punkte für Dich beantwortet hast, hat es sich nach fruchtbar Weiblichkeit angefühlt? Nach Kreation? Nach Raum für ein Baby? Dann weißt Du nun, wo Du ansetzen kannst. Überzeuge Deine Körper! Bring das weibliche Prinzip in die Balance und finde in Dir wieder diese sinnliche, saftige innere Gelassenheit.

Relax and Shine

Also, lehn Dich zurück, werde wieder diese umwerfende, vor Erotik sprühende Göttin, die Du ohnehin schon immer gewesen bist, die sich lächelnd am Sofa räkelt (oder welche Bilder da für Dich für pure Weiblichkeit und Weichheit auftauchen), deren Hormone in Wallung geraten, wenn sie ihren Liebsten mit einem Blick verführt.


Ob es bei diesem Zusammentreffen passieren wird? Wer weiß? Ist auch nicht entscheidend. Entscheidend ist, dass Du Deine innere Fruchtbarkeitsgöttin weckst und sie Stück für Stück mehr im Außen verkörperst. Mal Dir ein inneres Bild davon, von Dir und Deiner umwerfenden, weiblichen Kraft, lass es sich in Deinem ganzen System entfalten und spür, wie es Dich und Deine Kreativität erfasst und zum Blühen bringt.


Und auf eines verwette ich mein letztes Hemd; Deinem Liebsten wird’s gefallen ;-).


Allerliebste Grüße und nicht vergessen: You are a bloody amazing fertility goddess!

Ulli

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