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Ernährung und Hormone: Gibt es eine hormonfreundliche Form der Ernährung?

Kann man ein gesundes Hormonsystem durch Ernährung unterstützen? Gibt es eine Ernährungsform, die meiner Schilddrüse gut tut? Was soll ich bei PCOS essen? Wie unterstütze ich mit Nahrung meinen Zyklus? Was hat meine Verdauung, mein Mikrobiom, also die bakterielle Besiedelung des Darms, mit meinen Hormonen zu tun? Um was macht Dauerstress mit meiner Verdauung und somit auch mit meinem Hormonsystem?


Dies sind für mich die echt spannenden Fragen in meinem Wirkungsbereich und hier gilt es die Puzzleteile aus der modernen Forschung mit den uralten Ansätzen des Ayurveda, aber auch der heimischen Traditionen zu kombinieren, um ein umfassendes Bild gewinnen zu können.


Die Erkenntnisse über diese Zusammenhänge sind deshalb so aufregend und hilfreich, weil sie uns zeigen, wie wir langfristig unsere (Hormon-)Gesundheit erhalten können und natürlich auch, wie wir kurzfristig an mehr Power, Fruchtbarkeit und Kraft kommen.

Die Frage, ob es nun eine Ernährungsform gibt, die hormonfreundlich ist, kann ich nur mit Ja und Nein beantworten.... wie so oft, weil das Leben nun mal von Dualität geprägt ist :-).


  • JA, wenn es darum geht dem Körper eine gute nährstoffreiche Basis zu bieten, sodass er nicht das Gefühl hat in Zeiten des Mangels zu leben. Unser Körper checkt immer wieder seine Ressourcen und wenn ein Level zu niedrig ist, versucht er sich anzupassen. Er fährt bestimmte Prozesse rauf und andere dafür runter, um die Mangel-Situation so heil wie möglich zu überstehen. Dein Körper ist IMMER auf Deiner Seite, er ist einfach grandios ;-).


  • JA, wenn es darum geht eine Ernährungsform zu pflegen, die unsere Leber gut tut, da diese eine entscheidende Rolle für einen gelungenen und vollständigen Abbau unserer Hormone hat, und somit eine wichtige Spielerin im Team Hormongesundheit ist. Ganz megakurz gesagt; Deine Leber liebt Bitterstoffe und sie liebt Kreuzblütler wie Brokkoli und Rosenkohl.


  • JA, wenn es darum geht entzündliche Prozesse im Körper zu minimieren, die zum Beispiel diverse hormonelle bzw. hormonell-gesteuerte Erkrankungen auslösen beziehungsweise diese auch verstärken können. Von Morbus Hashimoto, einer entzündlichen Schilddrüsenerkrankung bis hin zum Polyzystischen-Ovarialsyndrom, von Schmerzen während der Regel bis hin zu schwerer Endometriose, bei all diese Erkrankungen wissen wir, dass entzündliche Prozesse im Gange sind.


  • JA, wenn es darum geht, den Körper nach starken Belastungssituationen wieder aufzupäppeln und ihm wiederum zu vermitteln, dass alles gut ist und dass das er die Nährstoffe bekommt, die er braucht. Im Ayurveda würden wir hier von OJAS erhöhender Nahrung sprechen; eine Ernährung, die in der Lage ist, die Energiereserven wieder gut zu befüllen und uns unsere Kräfte zurückschenkt.


Und nun wenden wir uns den NEINS zu.....


  • NEIN, wenn es darum geht DIE EINE RICHTIGE Ernährungsform für ALLE zu propagieren. Ayurveda ist hier sehr klar und betont unsere Individualität sowie die Notwendigkeit einer, an Dich angepassten Ernährungsform, die von Deiner Konstitution und Deinen Lebensumständen bestimmt wird. Es gilt hier bestimmte Zustände auszugleichen; ist es das Feuer, das Du etwas eindämmen musst oder brauchst Du mehr davon? Brauchst Du stark Nährendes und Aufbauendes? Oder benötigt Dein Körper die Reduktion von Angesammeltem? Wäre er über Anregung und Bewegung glücklich oder bräuchte er eher Sanftheit und Beruhigung? Denn all das KÖNNEN verschiedene Nahrungsmittel uns liefern! Ist das nicht unglaublich und wunderbar?


  • NEIN, wenn es darum geht eine begleitende Ernährungsform bei einer bestimmten Diagnose zu finden. Für eine Frau mit z.B. Endometriose oder PCOS gilt es sich die individuelle zentrale Symptomatik sehr genau anzuschauen, was im Vordergrund steht und was vielleicht auch zuerst Aufmerksamkeit braucht, um dann effektiv die Heilung mit passendem Essen zu unterstützen.


  • Das nächste NEIN schließt an den letzten Punkt an, da Nahrungsmittel alle ihre spezifischen Wirkungen haben und je nach Situation genau das passende gewählt werden muss. So wird eine Frau mit einer Schilddrüsenüberfunktion etwas völlig anderes brauchen, als jemand, der gerade in einer Unterfunktion steckt.


Insgesamt geht es darum, den Körper optimal in seiner ständigen und unermüdlichen Bestrebung die Homöostase, also ein Gleichgewicht der Körperfunktionen, aufrecht zu erhalten, bestmöglich zu unterstützen. Was und wie wir unsere Tanks füllen ist im Ayurveda ein ganz zentrales Thema. Es ist eine der 3 Säulen zur Erhaltung unserer Gesundheit. Und ich bin davon überzeugt, dass wir ALLE in Wahrheit ganz genau WISSEN und SPÜREN, was wir essen sollten und was grade nicht so zuträglich wäre.

Von Herz zu Herz,

Deine Ulli


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