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Zyklus & Ayurveda: der wilde Tanz in die weibliche Kraft

Die zyklische Frau ist nie dieselbe, immer im Wandel, immer in Veränderung, in Entwicklung und ein perfektes Spiegelbild unserer Natur, des Werdens und Wachsens, des Vergehens und des Innehaltens. Ein spiralförmiger Fluss aus der Kraft und in die Kraft des Frauseins.


Ich liebe meinen Zyklus und ich liebe es, darüber zu erzählen, warum es so unglaublich wichtig ist, den eigenen Zyklus zu kennen, zu verstehen und daraus zu lesen. Aus Sicht moderner Forschung ist der Zyklus ein ungemein spannendes Thema, aber auch im Ayurveda sind die Beobachtungen des rhythmischen Geschehens etwas ganz Essenzielles.


Was ist ein gesunder Zyklus aus ayurvedischer Sicht?

Zuallererst würde ich gerne festhalten: Der Zyklus hat wesentlich mehr Aufgaben als bloß der Reproduktion zu dienen. Das überrascht Dich jetzt vielleicht, da das kaum thematisiert wird, ist aber tatsächlich so. Er sorgt z. B. für ein gesundes Herz-Kreislaufsystem und auch für eine gute Knochendichte. Das Spiel von Progesteron und Östrogen macht etwas mit uns - auf vielen, verschiedenen Ebenen. Im Ayurveda spricht man auch davon, dass er der regelmäßigen Reinigung dient, dass ein Zuviel an Doshas (z. B. zu viel Hitze in Form von Pitta) abgebaut wird und dass Schlackenstoffe auf diese Weise eliminiert werden. Die Blutung ist eine geniale monatliche "Grundreinigung" unseres Tempels. Die Art wie Du blutest, ist Zeichen Deiner Vitalkraft!

Wenn ich von einem gesunden Zyklus spreche, beziehe ich mich auf alle Phasen des Menstruationszyklus, nicht nur auf die Blutung an sich. Aber bleiben wir zunächst mal bei Zeit der Menstruation bzw. bei der Qualität der Blutung.


Im Ayurveda sprechen wir von einer Kraft, einem Prana-Strom, der nach unten ausgerichtet ist (Apana Vayu), der dafür zuständig ist, die Dinge nach draußen zu bringen (z. B. auch Ausscheidungen wie Urin und Kot, der uns aber auch das Gefühl von Erdung, Stabilität und Struktur schenkt). Das Gewebe, das wir hier ausscheiden, ist das erste und essenziellste Gewebe des Körpers Rasa Dhatu, eine Art Plasmagewebe. Eine Art "Ursuppe" aus der sich alle anderen Gewebe entfalten können. Das Nest, das unsere Gebärmutter für den Fall einer Schwangerschaft aufgebaut hatte, hält alles bereit, eben eine Art "Muttergewebe", daher muss diese Ursuppe eine fantastische Qualität haben. Dieses erste Dhatu reagiert sehr, sehr stark und schnell auf unseren Lebensstil, auf unserer Emotionen und Gedanken, unserem Stresslevel und auch auf das, was wir ihm als Nahrung anbieten. Wir stärken oder schwächen damit unser wichtigstes "Lebenselixier", unsere Basis. Das ist die gute und auch schlechte Nachricht ;-), sprich, es legt die Verantwortung in unsere eigenen Hände, aber belohnt uns auch recht fix, wenn wir auf uns gut schauen und lernen diese Zeichen zu deuten. Was sind nun die Zeichen eines guten Rasa? Ayurveda definiert eine Bilderbuch-Menstruation wie folgt:

  • Das Blut hat ein klares Rot (Siegellackrot).

  • Das Blut ist weitgehend geruchlos, ist nicht klumpig oder schleimig.

  • Das Blut lässt sich recht leicht wieder auswaschen.

  • Die Blutung ist regelmäßig, ohne Schmerzen.

  • Es gibt begleitend keine Blähungen, Verstopfung oder Durchfall.

  • Es gibt vor und während der Regel keine Gereiztheit, Stimmungsschwankungen oder depressive Verstimmungen. 

Tatsächlich ist die Menstruation der meisten Frauen nicht ganz so nah an dieser "Menstruations-Idylle" 😉 und ehrlich gesagt, das muss sie auch nicht zu 100% sein. Aber wo Du Dir Verbesserung wünscht, da kann es ja noch werden. Der letzte genannte Punkt dürfte auch ein klein wenig Wunschdenken der männlichen Ayurveda-Tradition sein, denn wir Frauen wissen durchaus über die Vorteile und den Nutzen dieser emotional sehr kraftvollen Zeit Bescheid. Unser "No Bullshit"-Radar ist an und wir reagieren dementsprechend. Mehr zu diesem Thema findest Du übrigens hier in diesem "stürmischen" Blogbeitrag. Das Wissen darum, dass wenn wir längere Zeit aus unserer Mitte sind, wenn wir uns nicht gut ernähren, wenn wir zu viel Stress haben, zu viel reisen, ein zu unruhiges Leben führen etc. es sich auf dieses Dhatu niederschlägt und sich uns unsere Menstruation als ein Spiegelbild dessen zeigt, was sich in unserem ganzen Körper abspielt, ist pures Gold wert!  Du kannst Deinen Zyklus auch eine Art Frühwarnsystem verstehen und daher ist es NIE egal und NIE auf später verschiebbar, wenn Dein Zyklus und Deine Menstruation aus dem Takt sind und Beschwerden verursachen. Ein guter Anfang ist immer die Beobachtung. Vor allem, wenn Du Beschwerden hast, wenn Dein Zyklus mal viel länger, mal viel kürzer dauert, zu schauen, was in Deinem Leben im letzten Monat (bzw. Monaten) stattgefunden hat, wie Du Dich ernährt hast, wie hoch Dein Stresspegel war und vieles, was wir in unserem modernen Lebensstil als völlig normal betrachten, mal zu hinterfragen.


So kannst Du die Zeichen Deines Körpers immer besser und genauer lesen und beginnst Dich auf einer tieferen und ungemein wertvollen Ebene zu verstehen.


Und letztendlich geht es natürlich auch darum, die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen und zu handeln, sprich Dir Dein Leben so zu gestalten, das es Deinem Zyklus und Deiner Gesundheit zuträglich ist und Du auf allen Ebenen strahlen und aufblühen kannst.

Wenn Du mehr über den ayurvedischen Zugang zum weiblichen Zyklus lesen möchtest, dann melde Dich für den kostenfreien E-Mail-Kurs ZYKLUS & AYURVEDA an.


Hier erfährst Du mehr und kannst weiterlesen, wie die Doshas (Vata, Pitta & Kapha) mit den Phasen des Zyklus verknüpft sind, welche Superkräfte sich im Laufe eines Zyklus uns offenbaren und wie sich Beschwerden rund um die Menstruation ayurvedisch behandeln lassen.


Ich freu mich, wenn Du mit dabei bist! Hier geht´s zur Anmeldung.


Von Herz zu Herz und möge die Zyklus-Macht mit Dir sein 😉,

Deine Ulli



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