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Die Wartung Deines Tempels - Fasten, Detox, Kuren und co. aus ayurvedischer Sicht

Es ist mir ein Herzensanliegen dir hier vorweg zu sagen, dass Du vollkommen bist, so wie Du bist. Nichts und niemand kann und muss Dich verbessern. Du bist kein lebenslanges Projekt, das ohnehin nie gut genug sein wird.


Kein Teil von Deinem Selbst muss oder kann weggedetoxt, abgeschrubbt oder rausgehungert werden. Du bist bereits die beste - weil einzige und gleichzeitig vielfältige und vollständige und ganze - Version Deiner selbst!

In unserem Leben begegnen wir tagtäglich kleinen und großen Hindernissen und Herausforderungen, mit denen wir umgehen lernen müssen, die wir beseitigen müssen, damit wir unseren Weg sehen und ihn weiter beschreiten können, damit wir aufblühen und unser volles Potential leben können.


Ayurveda hilft mit unterschiedlichen Ansätzen, die Balance und Stabilität in stürmischen Zeiten wieder zu etablieren. Eine Form davon sind regelmäßig durchgeführte Entlastungskuren, die wieder Klarheit schaffen, die Ruhe in die aufgewühlte See bringen, die Dinge aus unseren Gedanken und aus unseren Geweben lösen, die dort nicht gut tun. Als ein wundervoller Akt der Selbstliebe und ein achtsamer Umgang mit uns selber.


Unser Körper ist ein Tempel, den es zu ehren und gut zu nähren gilt. Und von Zeit zu Zeit braucht er Unterstützung; in Zeiten von Krankheit, von Überlastung, in Zeiten, in denen er mit seinen Aufgaben, die er wie ein perfektes Uhrwerk auf bemerkenswerte und magische Art erledigt, überfordert ist, in Zeiten, in denen er nicht und nur schwer in der Lage ist, seine innere Selbstheilung aufrecht zu erhalten.


Und wie Ayurveda nun mal so tickt, wartet man hier nicht auf diese Zeiten, sondern agiert weise und vorausschauend... präventiv.


Im Lauf eines Jahres stellt der Tanz der Doshas (der drei Grundprinzipien) unseren Körper, aber auch unsern Geist vor gewisse Herausforderungen. Besonders in der Phase des Übergangs von Sommer in den Herbst und im Übergang vom Winter ins Frühjahr sind wir oft recht krankheitsanfällig, fassen jeden Schnupfen auf und schreien bei jeder Grippe laut hier.


Um dem etwas entgegen zu halten, wird im Spätsommer/Frühherbst das im Sommer angesammelte überschüssige Pitta-Dosha (das feurige Prinzip in uns) ausgeleitet und im späten Winter, zu Beginn des Frühjahrs tut man dasselbe mit dem angesammelten Kapha (das Strukturprinzip, bestehend aus Erde und Wasser).


Aber nicht nur das, was hier an Doshas zuviel ist, darf gehen, sondern auch die Stoffe und Substanzen, die wir unfreiwillig aus unserer Umwelt aufnehmen, die schon lange nicht mehr nur natürlicher Art sind.


Die Grand Dame der ayurvedischen Kuren ist sicherlich die Panchakarma, eine sehr intensive, meist mehrwöchige Kur, in der zunächst alle das, was raus darf und muss aus den Geweben gelöst wird, um es anschließend durch medizinische Ausleitungsverfahren aus dem Körper zu bringen. Unter Aufsicht eines/einer erfahrenen Arzt/Ärzten ist dies absolut empfehlenswert und wirkt bei vielen chronischen Erkrankungen kleine und große Wunder.


Nicht ganz so dramatisch und tiefgreifend, aber dennoch wirksam, vor allem wenn sie regelmäßig - also 2x im Jahr - angewandt wird, ist eine 1-2 Wöchige Entlastungskur. Sie kann Zuhause durchgeführt werden und auch an die momentanen Gegebenheiten angepasst werden.


Reines Fasten - also gar nichts zu essen - ist im Ayurveda eher nicht üblich. Je nach Konstitutionstyp, aber auch noch Jahreszeit kommen unterschiedliche Kurpläne zum Einsatz, die auf speziell leicht verdaulichen Speisen aufbaut. Sie heißen Manda, Peya, Vilepi oder Khichari und bestehen aus wenigen Nahrungsmitteln, wie z.B. Reis und Linsen. Zusammen mit Gewürzen und Kräutern, aber auch Gemüse, lässt sich das auch gut einige Tage aushalten.


Begleitet werden Kuren und Entlastungstage auch immer mit Massagen und Ölanwendungen. Fein ist, wenn Du eine Ayurveda-Praktikerin deines Vertrauens an der Hand hast, die Dich in dieser Zeit in Öl hüllt. Aber auch hier gibt es die Alternative eine Selbstmassage.


Kräuter, Meditation, Stille, Reflexion und einiges mehr ergänzen diese Zeit der äußeren und inneren Reinigung.


Ich liebe dieses Gefühl nach der Kur, ich fühl mich danach nicht neu oder anders, sondern ich spür mich dann selber besser, fühl mich wieder wie ich selber und bin näher an meiner Essenz, meine Sinne sind geschärft und ich weiß wieder was ich brauche und was mir gut tut. Gerade die Frühlingskur lässt mich, durch den Abbau von Kapha, wieder Leichtigkeit und Klarheit wahrnehmen, es kommt eine Bewegung von innen ins Spiel, die mich beflügelt.



Schau gut auf Deinen wundervollen, einzigartigen Tempel :-),

Love & magic, Ulli





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