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Rasa, Zyklus & Fruchtbarkeit

Im letzten Teil der 3-teiligen "Rasa"-Serie dreht sich alles um die Bedeutsamkeit von Rasa Dhatu für den Zyklus und die Fruchtbarkeit.


Die Qualität dieses Rasa Dhatu gibt uns entscheidende Hinweise auf unseren Gesundheitszustand. Denn diese Ursuppe muss eine fantastische Qualität haben, weil sie nährt und füttert alle anderen Gewebekategorien (von denen wir nach Ayurveda übrigens 7 haben) und Rasa Dhatu ist Energielieferant für jede einzelne Zelle im Körper.


Dieses erste Dhatu reagiert sehr, sehr stark und schnell auf unseren Lebensstil, auf unserer Emotionen und Gedanken, unserem Stresslevel und auch auf das, was wir ihm als Nahrung anbieten. Wir stärken oder schwächen damit unser wichtigstes "Lebenselixier", unsere Basis. Das ist die gute und auch schlechte Nachricht ;-), sprich, es legt uns die Verantwortung in unsere eigenen Hände, aber belohnt uns auch recht zügig, wenn wir gut auf uns schauen und lernen die Zeichen zu deuten. Was Rasa Dhatu ist, wie sich ganz generell ein Mangel oder Überschuss zeigt und wie Du Rasa gut nährst, kannst Du in Teil 1 und Teil 2 nachlesen.


Wie zeigt sich nun ein gut genährtes Rasa auf Ebene unseres Zyklus?

Ayurveda definiert eine Bilderbuch-Menstruation wie folgt:

  • Das Blut hat ein klares Rot (Siegellackrot, "wie das Blut einer Häsin").

  • Das Blut ist weitgehend geruchlos, ist nicht klumpig oder schleimig.

  • Das Blut lässt sich leicht auswaschen.

  • Die Blutung ist regelmäßig, ohne Schmerzen und ohne Blähungen.

  • Es gibt vor und während der Regel keine Gereiztheit, Stimmungsschwankungen oder depressive Verstimmungen. 

Tatsächlich ist die Menstruation der meisten Frauen nicht ganz so nah an dieser "Menstruations-Idylle" 😉 und ehrlich gesagt, das muss sie auch nicht zu 100% sein. Aber wo Du Dir Verbesserung wünscht, da kann es ja noch werden. Der letzte genannte Punkt dürfte auch ein klein wenig Wunschdenken der männlichen Ayurveda-Tradition sein, denn wir Frauen wissen durchaus über die Vorteile und den Nutzen dieser emotional sehr kraftvollen Zeit Bescheid. Unser "No Bullshit"-Radar ist aktiv und wir reagieren dementsprechend auch mal deutlicher. Das Wissen darum, dass wenn wir nicht in Balance sind, wenn wir uns nicht gut ernähren, wenn wir zu viel Stress haben, zu viel reisen, ein zu unruhiges Leben führen etc. es sich auf dieses Dhatu niederschlägt und sich uns unsere Menstruation als ein Spiegelbild dessen zeigt, was sich in unserem ganzen Körper abspielt, ist Gold wert! Rasa Dhatu ist ja die Mutter für jedes andere Gewebe, für jede Art von Zelle, daher wissen wir, dass dann hier Handlungsbedarf besteht.

Du kannst Deinen Zyklus auch eine Art Frühwarnsystem verstehen, daher ist es NIE egal und NIE auf später verschiebbar, wenn Dein Zyklus und Deine Menstruation aus dem Takt sind und Beschwerden verursachen. Eine Beobachtung des Zyklus ist auf so vielen Ebenen wertvoll und ein aufschlussreiches Vitalzeichen Deines gesamten Gesundheitszustands.


Ist also Rasa gut im Fluss und transportiert die Nährstoffe an die entsprechenden Stellen im Körper, haben wir eine gute Basis für unsere Gesundheit und somit auch für unseren Zyklus somit auch für unsere Fruchtbarkeit. Wenn die Qualität von Rasa leidet, wird sich das früher oder später auch in Deiner Eizellenqualität und auch jener der Gebärmutter zeigen.


Die Gebärmutterschleimhaut ist ja auch der nährende Mutterboden, in dem sich eine befruchtete Eizelle einnisten würde und somit tut der weibliche Körper alles, um dieses Nest qualitativ hochwertig zu gestalten und die Nährstoffzufuhr zu gewährleisten. 

Ist zuwenig Rasa vorhanden, ist die Gebärmutterschleimhaut zu dünn und zu trocken, verfügt sie nicht über ausreichend Nährstoffe, kann sich ein befruchtetes Ei schlecht einnisten. Natürlich spielt Rasa auch nach einer gelungenen Konzeption eine sehr wichtige Rolle, damit das Kind in Fülle heranwachsen kann und die Mama dabei gut bei Kräften bleibt.


Ein schwaches Rasa steht häufig mit einem übermäßigen Vata-Dosha in Verbindung (das ist das luftig-ätherische Grundprinzip) sowie einem geringen Ojas (unsere Immun- und Widerstandskraft). Beides wird besonders auch durch Stress, Unregelmäßigkeit und einem Leben gegen den natürlich Rhythmus provoziert. Im Zyklus zeigt sich dann häufig folgendes Bild:

  • ein eher dunkler Blutfluss

  • wenig Blut

  • Schmierblutungen vor der Regel

  • wenig Schleim im und eher trockener Menstruationsfluss

  • Krämpfe und Schmerzen

  • Spannungskopfschmerz

  • Nervosität, Unruhe, Ängste, Panikattacken

  • Ausbleiben des Eisprungs aufgrund von Stress oder zuwenig Ressourcen (Nährstoffe, Fette,...)


Wenn Du mehr über den ayurvedischen Zugang zum weiblichen Zyklus lesen möchtest, empfehle ich Dir den kostenfreien E-Mail-Kurs "Zyklus & Ayurveda". Dort findest Du viele Infos, wie Du Deinen Zyklus in Balance bringen kannst.


Ich hoffe, die Serie über unsere "Ursuppe" Rasa hat Dir gefallen! Hier sind nochmals die Links zu Teil 1 & ":

Rasa Dhatu - Das Ursüppchen unserer Lebenskraft | Teil 1

Rasayana - Der ayurvedische Fruchtbarkeits- & Jungbrunnen | Teil 2


Von Herz zu Herz,

Deine Ulli


Über die Autorin: Mein Name ist Ulrike Ofner und ich bin Biopsychologin, Ayurveda-Spezialistin & Yogalehrende.

Mein Herz schlägt für Feuer, Erdverbundenheit, Zyklen und Rhythmen und ich erinnere Dich an Deine weibliche Kraft und wie es sich anfühlt wieder ganz nah an Deine Seele zu rücken.


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